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Historischer Rückblicκ

Historischer Rückblicκ

Bis noch vor nicht allzu langer Zeit war der Mensch von den Nahrungsmitteln abhängig, die in seiner direkten Umgebung vorkamen. Das heißt von den Produkten, deren Anbau und Verfügbarkeit an die jeweiligen klimatologischen und ökologischen Voraussetzungen gebunden waren. Die einzelnen Völker fanden Mittel und Wege unter völlig verschiedenen klimatologischen und ökologischen Voraussetzungen zu überleben und ihre Kultur zu entwickeln, was parallel zu unterschiedlichen Ernährungs- und Essgewohnheiten führte. Die jeweiligen Ernährungsweisen sicherten zwar die Gesundheit der Menschen bis zum Fortpflanzungsalter, konnten jedoch nicht mit der Gesundheit im fortgeschrittenem Alter oder mit der Langlebigkeit in Zusammenhang gebracht werden. Es kann also generell gesagt werden, dass im Lauf der Geschichte des Menschen verschiedene ökologische, sozialökonomische und kulturelle Faktoren die Ernährungssysteme der jeweiligen Lebensgebiete beeinflussten, die jedoch ein unterschiedliches Gesundheitspotential aufwiesen

Die Insel Kreta erregte bereits im Jahr 1948 das Interesse der wissenschaftlichen Welt, als Mitarbeiter des amerikanischen Rockefeller Instituts von der griechischen Regierung gebeten wurden, die "schlechten" Lebenszustände der kretischen Bevölkerung zu verbessern. Im Rahmen dieses Versuchs wurde eine detaillierte Auswertung der kretischen Ernährung vorgenommen, bei der die Forscher verblüfft feststellten, dass die Ernährung völlig ausreichend war. Es gab nur wenige Ausnahmen, die sich auf Gebiete mit sehr niedrigem Einkommen und unzureichender interfamiliärer Nahrungsmittelproduktion beschränkten. Die Forscher konstatierten generell, dass "die Ernährungsweise und die Ernährungsgewohnheiten überdurchschnittlich gut an die natürlichen und ökonomischen Bedingungen des Gebiets und an die Bedürfnisse der Einwohner angepasst waren".

Der Zusammenhang zwischen kretischer Ernährung und Gesundheit wurde später bei der sogenannten Sieben-Länder-Studie festgestellt. Diese Studie begann Ende des Jahres 1959 unter der Leitung des Amerikaners Ancel Keys und seinen Mitarbeitern. Der Anlass war die außergewöhnlich niedrige Sterberate und der geringe Prozentsatz an Herz-Gefäßerkrankungen auf Kreta. Übereinstimmend mit den Daten der Vereinten Nationen hatte kein anderes Gebiet im Mittelmeer weder vor noch nach dem zweiten Weltkrieg eine so niedrige Sterberate. Bei der Studie, die die zu jener Zeit noch unklare Beziehung zwischen Ernährung und Herz-Gefäßerkrankungen klären sollte, wurden ca. 13.000 Männer aus 16 verschiedenen Gebieten von sieben Ländern untersucht (Finnland, Holland, Japan, USA, Italien, Jugoslawien und Griechenland).

Der Vergleich zwischen den einzelnen Gruppen zeigte, dass von den untersuchten Personen die Einwohner Kretas den besten Gesundheitszustand und den geringsten Prozentsatz an Koronarerkrankungen und Krebs aufwiesen. Nach zwanzigjähriger Beobachtung wurde konstatiert, dass die kretische Bevölkerung die geringste Sterberate generell vorzuweisen hatte, und nach fünfundzwanzig Jahren wurde festgestellt, dass der Anteil von Todesfällen bedingt durch Koronarerkrankung auffallend niedriger war, als in Amerika und Nordeuropa, aber auch vergleichsweise niedriger als in den anderen südeuropäischen Gebieten wie Italien, Jugoslawien und Korfu. Wie man dem nachstehenden Diagramm entnehmen kann, waren in Italien und Jugoslawien die durch Koronarerkrankung verursachten Todesfälle nahezu dreimal so hoch wie auf Kreta und auf Korfu immerhin noch doppelt so hoch.

Diagramm 1. Die Sterberate durch Koronarerkrankung pro 1.000 Einwohner der untersuchten Gebiete bei der Sieben-Länder-Studie nach 25-jähriger Beobachtung. Angegeben ist die durchschnittliche Zahl der Todesfälle bei zwei untersuchten Bevölkerungsgruppen in Finnland, drei Bevölkerungsgruppen in Italien, fünf Bevölkerungsgruppen in Jugoslawien und zwei in Japan. Keine der beobachteten Gruppen wies eine geringere Sterberate als Kreta auf. In den USA und in Holland wurde jeweils nur eine Bevölkerungsgruppe untersucht.

(Menotti et al. 1999)

Πηγή: Κρητικό Σύμφωνο Ποιότητας

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